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Arno Geiger: “Das glückliche Geheimnis” – Vom Müllsammler zum preisgekrönten Schriftsteller

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Er ist einer der populärsten Schriftsteller im gesamten deutschsprachigen Raum: der Österreicher Arno Geiger. 2005 bekam er den Deutschen Buchpreises für seinen Familienroman “Es geht uns intestine”. INZWISCHEN VERKAUFEN SICH SINE BÜCHER HUNDERUSENDFACH, DIE LITERARISCHEN Auszeichnungen Sind nur So AUF IHN HERABGREGNET, ZUM BEISPIEL 2011 DER HöLDERLIN-PREIS, 2017 DER GERMANNISCH .

In seinem neuen Buch „Ein glückliches Geheimnis“ beschreibt Geiger seinen langen Weg zum Schreiben. Und da steht der Satz:

„Ich warfare ein Vagabund, ein Stadtstreicher, ein Lumpensammler, ein Niemand und weiter nichts.“

aus: „Ein glückliches Geheimnis“ von Arno Geiger

So schreibt Arno Geiger über sein Leben mit Anfang bis Mitte 20, als er studierte, Schriftsteller werden wollte, aber mit seinen Plänen nicht weiterkam. In dieses Vagabunden-Dasein sei er dann kurz vor Ende seines Studiums hineingestolpert, erzählt Arno Geiger. An einem öffentlichen Altpapiercontainer entdeckte er zufällig fünf Bananenkartons mit Büchern. „Dann habe ich mir gedacht: Es gibt ja so viele Containerstationen, Abfalltonnen, die im öffentlichen Raum repair installiert sind, für alle frei zugänglich. Und dann bin ich losmarschiert, auf ein Terrain, das geprägt ist von fehlender Schicklichkeit, von Schmutz.”

Die ersten Jahre waren ambivalent. „Einerseits habe ich mich geschämt. Ich hatte das nicht wollen, dass meine Eltern davon erfahren, die mir ein Studium finanziert haben“, sagt der Österreicher. „Und jetzt beschäftigt er sich mit Abfall.“ Zugleich ging davon aber auch eine Fascination aus. Er habe gemerkt, „dass der Abfall als eine der untersten Wirklichkeiten, die wir haben, Nachrichten aussendet von der Rückseite der Gesellschaft her, die eine andere Geschichte erzählen, als – sagen wir – Weltliteratur“.

Liebesbeziehung zum Weggeworfenen

Arno Geiger tauchte kopfüber mit dem ganzen Körper in diese Tonnen und beschreibt das auch in seinem Buch. Das sei auch ein Sinnbild für sein Bedürfnis from him, „zum Grund zu gelangen“, so Geiger. „In der Hoffnung, dass ich dort irgendetwas finde, was essenziell ist für mich, was vielleicht mein Leben zum Guten verändert.“ Und tatsächlich habe er festgestellt: „Im Abfall befindet sich ein unglaublicher Reichtum.“ Aus Briefen, aus Tagebüchern, die er dort fand, habe er erfahren: „Ich bin nicht der einzige merkwürdige Mensch auf der Welt. Die anderen haben auch zu kämpfen und sich mit Kompliziertheiten auseinander zu setzen.“

Dass dieses Vagabunden-Dasein zu einem Dauerzustand werden würde, 25 Jahre lang, habe er nie gedacht. Aber über die lange Zeit hinweg, „warfare es tatsächlich eine Reise zum Grund dessen: Was ist der Mensch? Was macht den Menschen aus? Wie leben wir? Wie stellen wir uns unser Leben vor? Wie gehen wir mit Krisen um?“ Als er empfänglich wurde für diese „beiläufigen Alltagsnachrichten“, sei es auch zu einer Liebesbeziehung geworden, erklärt Geiger.

Bundespräsident and Müllcontainer

Er hat auch weiter im Altpapier gewühlt, als sich der Erfolg einstellte, er renommierte Preise bekam und Menschen wie dem Bundespräsidenten die Hand schüttelte. „Weil sich die beiden Dinge sehr intestine ergänzt haben, einander auch relativiert haben“, so Geiger. „Mit dem Gewinn des Deutschen Buchpreises wurde ich herumgereicht, und gleichzeitig warfare ich dieser Niemand, dieser Vagabund, Stadtstreicher auf der Straße.“ Wo er übrigens nie erkannt wurde – was für Geiger mit der Stigmatisierung des Mülls zu tun hat.

In den Jahrzehnten als Müllsammler beobachtete Arno Geiger auch, wie dieser sich veränderte. Er beschreibt, dass etwa die Sexhefte immer weniger wurden und dafür die Weinkartons zunahmen. Und er habe der Kultur des Handschriftlichen beim Untergehen zugesehen, resümiert Geiger.

Hin und wieder fand Arno Geiger auch einen Roman von sich selbst im Abfall. Beim ersten Mal sei er erschrocken. Inzwischen sehe er es so: „Man muss auch wegwerfen. Wenn man etwas nicht mehr braucht, dann wirft man es weg. Und vielleicht fischt es irgendjemand heraus und findet darin für sich etwas Wichtiges.”

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